Rezension: Veronika beschließt zu sterben – Paulo Coelho

Warum leben wir und leben wir nur, weil wir nicht Tod sind?

Bevor ich jetzt meine subjektive Meinung zu Paulo Coelhos „Veronika beschließt zu sterben“ abgebe, möchte ich noch kurz etwas zu der Geschichte schreiben, die mich mit diesem Buch verbindet, weil ich glaube so etwas beeinflusst auch immer die eigene Meinung auf ein Buch.
Ich habe dieses Buch im Alter von 14 Jahren das erste Mal gelesen, es war mein erstes Buch von Paulo Coelho und ich wusste weder, in welche Richtung das Buch geht, noch wohin es mich führen würde.

Inhalt:

Die junge Veronika beschließt zu sterben, da sie mit ihren Leben unglücklich ist. Sie nimmt allein in ihrem Zimmer Schlaftabletten, doch der Suizid schlägt fehl und sie wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, in der sich für sie viel ändern wird und auch sie selbst sich innerlich verändert.
Das Hauptaugenmerk liegt auf den inneren Konflikten von Veronika und ihren Bezug zu sich selbst, ihren Mitmenschen und dem Leben an sich. Die Klinik ist dabei der Haupthandlungsort und bietet dem Verlauf der Geschichte einen geschützten Rahmen, genau wie für die Patienten in der Psychiatrie.
Es werden immer wieder sehr philosophische Fragen um den Sinn des Lebens, Sex und die Religion gestellt und von dem verschieden Personen bewertet. Mehr möchte ich zu, der doch ehr ruhigen und emotionalen Geschichte nicht sagen.
Außer brauchen wir nicht ein bisschen Verrücktheit um glücklich und zufrieden mit uns und unseren Leben zu seien.

Meinung:

Die Handlung ist eigentlich sehr einfach und steht, ehr im Hintergrund als Rahmen für die angesprochenen inneren und zwischenmenschlichen Konflikte.
Die angesprochen tiefgründigen Themen sind immer intelligent und doch ganz klar eingebaut und es gibt ein paar interessante Wendungen, die ich selbst so nicht erwartet hatte. Der Schreibstil ist etwas eigenwillig und erinnerte mich in manchen Momenten an ein Theaterstück, dies ist absolut nicht negativ, sondern nur ein Eindruck. Die immer wieder angesprochenen religiösen Motive war ich auf Grund von fehlender Vorkenntnis manchmal irritiert oder konnte sie nur schlecht im Zusammenhang mit dem Buch einordnen. Doch hat mich das alles sehr berührt und mir den Blickwinkel und meinen eigenen Horizont erweitert, wenn man das in diesen jungen Jahren sagen konnte. Ich mag dieses Buch diese ruhige Art die tiefe und die schwere, es hat einen besonderen Platz bei mir. Die Darstellung die er in bestimmten Punkte aufzeigt, sind sehr wahr, was mir erst sehr viel später in dieser Intensität bewusst wurde.

Autor:

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane (insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Elf Minuten‹, ›Untreue‹ und zuletzt ›Die Spionin‹) sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und über 225 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher und seine Reflexionen regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.

Buch:

Veronika beschließt zu sterben

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 45 (24. April 2007)
ISBN-13: 978-3257233056

© Cover und Biografie Diogenes Verlag / © Autorenfoto CC BY 3.0 Marvin Zilm

Rezension: Die geheime Geschichte von Twin Peaks – Mark Frost

„Die Eulen sind nicht was sie zu sein scheinen“- dies ist wohl das bekannteste Zitat aus der Kultserie Twin Peaks von 1990/91 von David Lynch und Mark Frost. Rund 25 Jahre nach Erscheinung der Originalserie veröffentlicht Mark Frost das Buch „Die geheime Geschichte von Twin Peaks“ und erzählt auf sehr spezielle Art und Weise die Geschichte von Twin Peaks und dessen Bewohnern in den Jahren vor dem Tod von Laura Palmer.

In diesem Beitrag wird nichts aus der Serie oder dem Buch verraten. Allerdings empfehle ich erst die Serie, die ersten zwei originalen Staffeln und Fire walk with me zu schauen, bevor man das Buch liest, da es das Verständnis erleichtert und Twin Peaks schon genug Fragen aufwirft.

Inhalt:

Dieses Buch ist nicht der typische Roman, es ist ein Dossier aus fiktiven geschichtlichen Material des Ortes Twin Peaks aus der gleichnamigen Serie, das von einem Mann, der sich als Archivar vorstellt, zusammengestellt wurde. Im Zuge der Ermittlungen wird es nun von einem FBI Agenten T.P. im Zusammenhang mit dem Mordfall an Laura Palmer untersucht und verifiziert.

Man selbst schlüpft in die Rolle des T.P. und kann dieses Dossier mit den Anmerkungen des Archivares und T.P. in bestimmte Zusammenhänge mit der Serie bringen und Hintergründe verstehen. Man durchläuft verschiedenste geschichtliche Epochen, das Material und der Schreibstil ändern sich ständig und keine Seite ist wie die vorhergegangenen, eine Collage aus eindrücken und lese Erfahrungen, wenn man zwischen zum Beispiel Handschriften, Zeitungsartikeln und FBI Akten munter hin und her springt.

Jede Frage, die man glaubt gelöst zu haben, wirft zwei neue auf und das Universum von Twin Peaks erhält enorm viel geschichtlichen Hintergrund, der eng mit der realen Geschichte verknüpft ist. Der Fokus im Buch liegt im Gegensatz dazu ganz klar auf dem Mysterien Handlungsstrang der Serie und darauf diesen ausbauen, und ihn vertiefend darlegt.

Meinung:

Dieses Buch ist eine sehr spezielle Erfahrung, die gewisse Vorkenntnisse Mitdenken und den Willen das Rätsel zu entschlüsseln voraussetzt. Vor dem allen muss man die Serie Twin Peaks mit all seinen Eigenheiten mögen und auch gerne hinterfragen.

Jedem der den Wahn nach Twin Peaks so verfallen ist wie ich, kann ich dieses Buch nur empfehlen, auch wenn es enorme Konzentration und das ständige einstellen auf neue Situationen verlangt. Diese kann man meist nur schwer einordnen und zu denen man im ersten Moment überhaupt keinen Bezug hat.

Bei den ersten Seiten fragt man sich tatsächlich häufiger: „Was lese ich da gerade?“. Um genauer zu seinen hatte ich dieses Gefühl so ungefähr zwei Drittel des gesamten Buches, da nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Natürlich werden nicht die Fragen beantwortet werden, die man sich erwartet hat. Ähnlich dem Gefühl, das man beim Schauen der Serie hat.

Am Ende saß ich mit einer Menge Fragen im Kopf da und hatte ein sehr langes Gespräch mit einem anderen Twin Peaks Fan, der das Buch nicht gelesen hat, über dieses Werk und dessen Einfluss auf die Serie. Das Resultat daraus war das es zwar bestimmte Punkte aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet, aber nichts komplett verändert oder zu einhundert Prozent löst. Aber für Fans die noch tiefer in die Materie eintauchen wollen ein absolutes Muss.

Autor:

Mark Frost, geboren 1953, ist der Sohn des Schauspielers Warren Frost. In den Neunzigerjahren schrieb und produzierte er mit David Lynch die Kultserie »Twin Peaks«, und auch bei der neuen Staffel wirkte er am Drehbuch mit. Frost ist Autor zahlreicher Bücher und Produzent mehrerer höchst erfolgreicher Fernsehserien und Kinofilme. Mark Frost ist in 2. Ehe mit einer Psychologin verheiratet und lebt in Los Angeles.

Buch:

Die geheime Geschichte von Twin Peaks von Mark Frost

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 1. Auflage (17. November 2016)
ISBN-13: 978-3462048155

© Cover KiWi Verlag / © Autorenfoto Tom Lascher

Rezension: Eine Billion Dollar – Andreas Eschbach

Ich stelle euch heute den Roman „Eine Billion Dollar“ vom Bestseller Autor Andreas Eschbach, erschienen 2001 im Bastei-Lübbe Verlag, vor.

Inhalt:

Als der Pizzabote John Fontanelli eines Tages von den Florentiner Rechtsanwälten Vacchi zu einem Termin eingeladen wird, ahnt John noch nicht wie sehr dieses Treffen sein weiteres Leben verändern würde. Einstudiert wie ein Theaterstück erzählen ihm die Anwälte eine absolut unglaubliche Geschichte: Ein weit entfernter Verwandter John´s entwickelte vor über 500 Jahren einen absolut wahnwitzigen Plan. 500 Jahre Zeit und ein Grundkapital von 300 Gulden garniert mit Zins und Zinseszins lassen das Grundkapital zu der wahnwitzigen Summe von 1.000.000.000.000 $ anwachsen. John soll alles erben. Doch die Sache hat natürlich einen Haken: Ganz oder Gar nicht. Und dann war da noch die Prophezeiung, der Erbe dieses Vermögens, so heißt es im Testament, werde der Menschheit die verlorene Zukunft wiedergeben. Doch wie er dies schaffen soll, steht natürlich nicht im Testament. Und wer ist der mysteriöse Mann, der John immer anruft, und anscheinend alles über das Erbe und die Prophezeiung zu wissen scheint.

Meinung:

Thriller, Fantasy, Sachbuch, Belletristik, Abenteuer. Sicher bin ich mir nicht, wo ich Eschbachs „Eine Billion Dollar“ einordnen soll. Das Buch hat von allem etwas, Spannung, Wissensvermittlung, geschichtliche Elemente, Blicke in eine unheilvolle Zukunft, Rückblicke in die Vergangenheit und was dort schiefgelaufen ist. Tiefgreifende bis Philosophische Handlungsstränge die sowohl den Protagonisten, als auch den Leser zum Nachdenken bringen. Was hat die Menschheit dem Planeten angetan? Sind die negativen Entwicklungen noch aufzuhalten? Was ist die „verlorene Zukunft der Menschheit“? Gerade die Charakterentwicklung von John Fontanelli, dem Hauptcharakter des Buches, finde ich extrem spannend. Der Leser begleitet John auf seiner Reise vom mittellosen erfolglosen Pizzaboten hin zum erfolgreichen und umschwärmten Multimilliardär, man erlebt die Wandlungen und Erkenntnisse die John macht hautnah mit. Mal wieder ein Eschbach in Bestform.

Autor:

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Eschbach wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Jesus Video“, „Eine Billionen Dollar“ und sein Debütroman „Die Haarteppichknüpfer“. Seit einigen Jahren schreibt er auch Bände für die SF-Reihe Perry Rhodan.

Weitere Rezensionen des Autors hier im Blog:

Buch:

Andreas Eschbach – Eine Billion Dollar

Bastei Lübbe Verlag
Thriller – 893 Seiten
ISBN: 978-3-404-15040-3
Ersteveröffentlichung 21.10.2003

© Autorenprofil und Cover Bastei-Lübbe Verlag / © Autorenfoto Olivier Favre

Rezension: Spieltrieb – Juli Zeh

Ist das ganze Leben nur ein Spiel? Sind wir die Spieler oder werden wir gespielt. Lässt sich unser soziales Leben mit der Spieltheorie erklären und besitzen wir den Trieb zu Spielen?

„Die Spieltheorie ist eine mathematische Methode, die das rationale Entscheidungsverhalten in sozialen Konfliktsituationen ableitet, in denen der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen anderer abhängt.“ [1]

Inhalt:

Die 14-jährige Ada besucht das Ernst-Bloch Gymnasium in Bonn und absolviert dort zwei Schuljahre, die den Rahmen des Buches bilden und es somit direkt in zwei Handlungsstränge aufteilt.

Das erste Jahr besteht aus den Konflikten in der Schule und dem alltäglichen Wahnsinn des alltäglichen Lebens von Ada mit dem „normalen“ Coming of Age Problemen. Ada hat durch ihre sehr eigene Weltanschauung und hinterfragende Art Stress in der Schule und mit ihrer Mutter.

Dies ändert sich im zweiten Teil mit dem Auftreten von Alev, der die Rolle des männlichen Protagonisten innehat und die Handlung maßgeblich in Gang setzt. Alev nutzt dabei seine eigenen Schwächen als Schild und zieht Ada immer mehr in seinen Bann und bleibt doch unerreichbar für sie.

Der Konflikt zwischen Ada, Alev und dem Lehrer Smutek bildet den Mittelpunkt dieser verwobenen Storyline um Abhängigkeit, Sex, Macht, Erpressung und weit entfernt von jeglicher moralischen Vorstellung der Gesellschaft; als Alev beschließt ein Spiel zuspielen und den Lehrer mit einem Sexvideo zu erpressen. Ein Spiel ohne Regeln, ohne Sieger und ohne Rückweg für alle Beteiligten, das die Zukunft aller Hauptpersonen auf dramatische Weise drastisch ändern wird, beginnt.

Meinung:

Man könnte jetzt meinen, Spieltrieb wäre ein typisches Coming of Age Buch, die es zu dutzenden an jeder Straßenecke gibt, aber weit gefehlt. Wer bei Spieltrieb ein Jugendbuch erwartet, das einfach zu erfassen, schnell zu lesen und ohne viel Nachdenken zu verstehen ist, wird sehr schnell das Gegenteil feststellen. Spieltrieb ist ein sehr gesellschaftskritischer anspruchsvoller Roman, der das Setting der Schule ganz bewusst für seine Zwecke, das Aufzeigen von Ungerechtigkeiten und Konflikten und der Kritik an diesen, nutzt.

Dies wird schon am Schreibstil von Juli Zeh deutlich. Sie benutzt sehr viele Metapher und überzeichnet mit Absicht die Beschreibungen von Situationen und Personen. Dies macht das Lesen allerdings nicht gerade angenehmer und strengt streckenweise sehr an. Es ist kein Roman, den man nicht mit voller Konzentration lesen kann. Während des Lesens hat man das Gefühl ein Fachbuch mit möglichst vielen tollen intelligent klingenden Worten und verschachtelten Sätzen zu lesen. Bei mir kam das Gefühl auf als würde sich Juli Zeh selbst für jedes dieser Worte feiern.

Doch inhaltlich ist dieses Buch meiner Meinung nach großartig. Das Werk stellt, auf so herrlich überspitze Weise, die Abgründe der menschlichen Gesellschaft und der Psyche der einzelnen Personen dar, bei Alev ist mir dies besonders aufgefallen. Man kann viel über die einzelnen Ziele und Denkweisen der Personen philosophieren und besonders das Ende hat mich fasziniert, da es ganz klar zeigt das es in der Welt, der Gesellschaft und im Recht, es niemals Gerechtigkeit geben kann und wird.

Ich bin der Meinung, dieses Buch ist für Menschen genial die sich für die angesprochenen Thematik interessieren und bereit sind sich auf den eigenwilligen Schreibstil mit seinen poetischen Bildern einzulassen. Alle diese Leser werden ihre Freude daran haben, alle anderen sollten besser die Finger davon lassen und ich denke, das Buch sollte nicht so hoch gelobt werden, das es als Pflicht Lektüre in der Schule zu verstehen ist. Da ich glaube, dass viele gerade junge Menschen damit überfordert seien, könnten. Man muss es lesen wollen, sonst verschließt es sich.

Autor:

Juli Zeh ist 1974 in Bonn geboren und hat Jura in unter anderem Leipzig und am deutschen Literatur-Institut Leipzig studiert. Sie ist die Tochter eines Politikers und entwickelte selber daraus ein großes Interesse für Politik und das damit in Verbindung stehende Recht.

Spieltrieb ist der zweite Roman von Juli Zeh nach Adler und Engel und sie setzt auch dort ihre eigene poetische Konzeption fort. Auch in später in Werken wie Corpus Delicti spielen politische und juristische Themen, sowie die Gesellschaftskritik wieder eine tragende Rolle, aber auch Sexualität und Liebe spricht sie immer wieder in ihren Büchern an.

Andere Rezensionen des Buchs:

Buch:

Spieltrieb von Juli Zeh

565 Seiten, Taschenbuch, erschienen 6. Februar 2006 im btb Verlag
ISBN: 978-3442733699

© Cover BTB Verlag // Randmomhouse
© Autorenfoto by CC BY-SA 4.0Die Heike Huslage-Koch

Rezension: Die Wanderapothekerin – Iny Lorenz

Zu diesem Buch möchte ich kurz sagen, das es eigentlich gar nicht der Sorte Buch entspricht, die ich im Normalfall lese, allerdings habe ich eine besondere Verbindung dazu, da es zu bestimmten Teilen in meiner Heimat spielt und ich viele der Schauplätze selbst kenne und mehr als einmal besucht habe. Die Buckelapotheker sind da noch heute sehr bekannt, selbst wenn dieser wichtige Erwerbszweig schon lang nicht mehr existiert hat er diese Region sehr stark geprägt und es ist schön dies in einem Buch verarbeitet zu sehen.

Inhalt:

Klara, ein mutiges Mädchen, eine lange ereignisreiche unerwartete Wanderung und ein schönes Abenteuer gegen einen mörderischen Feind, so oder so ähnlich könnte man dieses Buch beschreiben, doch würde man den gesamten Charme des Buches und seine Individualität Außeracht gelassen. Es handelt in Thüringen im 18. Jahrhundert, Buckelapotheker ziehen durch das Land um ihre Olitäten, Arzneien, Salben und Tinkturen zu verkaufen.
Eines Herbstes kommt Klaras Vater nicht von seiner alljährlichen Route als Wanderapotheker zurück und die Familie versinkt in Armut. Der hinterhältige Onkel möchte den Schatz an sich bringen, den er zusammen mit seinem Bruder einmal gefunden hat und die Situation der Familie für sich zu nutzen. Klara lehnt sich gegen den Onkel Alouis auf und beschließt nach Rudolstadt zum Fürsten aufzubrechen, die Ereignisse nehmen ihren Lauf und die harte Reise auf dem Pfad ihres Vaters mit vielen Hindernissen Feinden und Freunden beginnt.

Meinung:

Dieses Buch ist großartig und eigentlich wäre damit schon alles gesagt, ich liebe es. Ich möchte trotzdem hierzu noch einige Worte verlieren.
Die Geschichte ist genial und obwohl der Leser die gesamte Zeit mehr weiß als die Hauptperson Klara niemals langweilig oder ermüdend. Man möchte nicht das Ziel wissen, sondern den Weg verfolgen. Er ist das Interessante und wie sie sich mit ihrer intelligenten mitfühlenden Art aus schwierigen Situationen befreit und immer einen kühlen Kopf behält.

Klara ist eine Vorbildfigur, die auf Grund der Geschichte nur leider für unser heutiges Auge nur wenig Ecken und Kanten hat, aber in dieser Umgebung perfekt funktioniert und mehr als einmal bei der Gesellschaft des 18 Jahrhunderts aneckt. Sie zeigt sich sehr selbstbestimmt und unwillig sich in das Frauenbild dieser Zeit einzupassen und eine starke weibliche Hauptperson darstellt. Ihre Verhaltensweisen sind immer verständlich und bedacht, dies hat zur Folge, dass man sich gerne mit ihr identifiziert und ihrer auf schweren Reise folgt. Auch wenn ihr Begleiter ihr nicht ebenbürtig sind, macht es Spaß zu lesen und die verschiedenen Schauplätze und Charaktere zu erleben.

Zusätzlich ist das gesamte Thema der Wanderapotheker in der Region bis auf das kleinste Detail genau recherchiert, ob nun die früheren Grenzen der einzelnen Fürstentümer in Thüringen oder die Landschaft sind, alles passt, fühlt sich rund an und gibt dieses Buch den Boden unter den Füßen und sehr viel Glaubhaftigkeit und Seele.

Ein Muss für jeden der in dieser Region lebt, sich für Buckelapotheker interessiert und Spaß an historischen Romanen hat.

Autor:

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit „Die Wanderhure“ gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft. Die Verfilmungen ihrer „Wanderhuren“-Romane und zuletzt der „Pilgerin“ haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Für die Verdienste im Bereich des historischen Romans wurde Iny Lorentz 2014 der Homer Ehrenpreis in Gold und 2017 der „Wandernde Heilkräuterpreis“ der Stadt Königsee verliehen.

Andere Rezensionen des Buchs:

Buch:

Die Wanderapothekerin- Iny Lorenz
Taschenbuch 640 Seiten erschienen Knaur TB (3. April 2017) ISBN 978-3426515518

© Autorenfoto by inys-und-elmars-romane.de
© by Droemer-Knaur Verlag

Rezension: Das Erste Horn (Askir #1) – Richard Schwartz

Heute habe ich mal nach einer kurzen Pause endlich mal wieder eine Rezension für euch. Heute möchte ich euch den Fantasy-Roman „Das Erste Horn: Das Geheimnis von Askir 1“ des Autors Richard Schwartz, erschienen im Piper Verlag vorstellen. Glaubt ihr an Zufälle? Ich nicht. Das Buch wurde mir von einer sehr guten Freundin empfohlen, und ich muss sagen, sie kennt meinen Geschmack mehr als gut.

Inhalt:

Ein verschneiter Gasthof und eine dort, in Folge eines Schneesturmes, zusammengepferchte Gruppe Menschen. Harvald, ein Krieger, welcher in diesem Gasthof einkehrte und Schutz vor dem Sturm sucht, ahnt er noch nicht was alles mit dieser Gruppe zufällig zusammengewürfelten Menschen noch alles passieren würde. Als kurz nach Beginn des Schneesturms auch noch die Magierin Leandra im Gasthof „Zum Hammerkopf“ eintrifft, wird die Ansammlung von Personen noch seltsamer. Der Gasthof wird durch den Sturm vollständig von der Außenwelt abgeschnitten, und die Dinge nehmen ihren mysteriösen Lauf. Ein schrecklicher, absolut grauenhafter Mord passiert und die Bewohner des Gasthofs begegnen sich fortan nur noch mit großem Mistrauen. Als durch Leandra schließlich noch merkwürdige Magie- und Energiemuster festgestellt werden, beginnt die Situation zu eskalieren. Welche Bestie ist für den Mord verantwortlich? Welches Geheimnis hütet der Gasthof? Wem der unfreiwilligen Mitbewohner kann man trauen? Und was hat das sagenhafte untergegangene Reich Askir mit der ganzen Sache zu tun? „Das erste Horn“ ist der Auftakt zum Romanzyklus „Das Geheimnis von Askir“, kann aber meiner Meinung nach als eigenständiges Buch gelesen werden.

Meinung:

Wenn ich das Buch mit Sternen bewerten würde, wäre es ein glattes 5 Sterne Buch. Absolut großartig. Schwartz erzählt und beschreibt Personen, Orte und Gegenstände detailliert aber absolut nicht langweilig, sondern immer sehr spannend und zur jeweiligen Szene passend. Auch die Einführung der Protagonisten in die Romanhandlung und damit auch in den Romanzyklus gelingt meisterhaft. Die Schilderung des Gasthofes und seiner Bewohner kommt realistisch rüber, als Leser hat man oft das Gefühl die Situation live mitzuerleben. Mein einziger Kritikpunkt ist das schnelle Showdown zum Ende des Buches. Am Anfang des Buches nimmt sich der Autor viel Zeit für die Geschichte, gegen Ende geht dann auf einmal alles rasend schnell. Das Ende kommt mir fast etwas stumpf abgehackt vor, ich würde aber davon ausgehen das dieser harte Cut im Bezug auf die weiteren Teile des Zyklus durchaus Sinn ergibt.

Autor:

Richard Schwartz (geboren 1958 in Frankfurt am Main), ist das Pseudonym eines deutschen Schriftstellers unter dem der Fantasy-Romanzyklus „Das Geheimnis von Askir“ und dessen Fortsetzung „Die Götterkriege“ veröffentlicht werden. Lt. eigener Auskunft hat der Autor eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemprogrammierer und restauriert Autos und Motorräder.

Andere Rezensionen des Buchs:

Buchwurm

Nicoles-Fantasy

Buch:

400 Seiten, Taschenbuch, erschienen Juni 2011 im Piper Verlag
ISBN: 978-3-492-26817-2

© Cover Piper Verlag

Kurzbericht Themenabend Whisky – Jürgen Deibel

Heute gibt es mal einen Kurzbericht von einem Themenabend Whisky, zu welchem die Buchhandlung Hugendubel am Münchner Marienplatz eingeladen hat.

Das Event

Mitte März erreichte mich im Newsletter von Hugendubel die Einladung zu einem Themenabend Whiskys der Welt von und mit Jürgen Deibel. Als alter Whiskyfan war für mich sofort klar, dass ich dahin will 🙂 In meinen Augen hat sich der Abend absolut gelohnt. Deibel, Spezialist für Spirituosen, und insbesondere für Whisky, führte sehr unterhaltsam in das Thema und die Unterschiede in der Herstellung, den Inhaltsstoffen und natürlich auch im Geschmack ein. Anhand der Diversen mitgebrachten Whiskys, durfte das Publikum, dann die unterschiede selbst erleben, und das von Deibel erzählte dann auch praktisch probieren. Dass sich dich Gäste in den Pausen dann auch noch vollkommen alleine in der leeren Buchhandlung umsehen konnten, rundete für mich den Abend dann vollends ab. Faszinieren euch leere Buchhandlungen auch immer so?

Danke an das Team von Hugendubel München, den Verlag Dorling Kindersley (DK) und natürlich an Jürgen Deibel für dieses unterhaltsame und abwechslungsreiche Event.

Der Referent

Jürgen Deibel ist seit mehr als 30 Jahren als Berater auf dem Gebiet der Spirituosen unterwegs, und hat sich auch als Fachautor auf diesem Sektor etabliert.

Das Buch des Abends

Whiskys der Welt – Destillerien, Marken, Touren, Raritäten
ISBN 978-3-8310-3410-9, Dorling Kindersley Verlag

Rezension: Das Marsprojekt: Das ferne Leuchten – Andreas Eschbach

Heute gibt es die Rezension zum ersten Band von Andreas Eschbachs Pentalogie „Das Marsprojekt“, „Das ferne Leuchten“, erschienen 2005 im Arena Verlag. Es war das erste Buch, das ich von Andreas gelesen habe. Mit dem Buch verbinde ich viele Erinnerungen an meine Schulzeit, seit der Frankfurter Buchmesse 2017 ist das Buch endlich auch von ihm signiert.

Inhalt:

Die Freunde Ariana, Ronny, Carl und Elinn sind etwas besonderes, sie leben nämlich auf dem Mars, sie sind hier aufgewachsen. Kurz nach beginn der Handlung erreicht die Marssiedler die Ankündigung, dass die Besiedelung des Mars aufgegeben werden soll, und die Marsstation aus Kostengründen geschlossen wird. Ellin, als die jüngste der Marskinder, und die einzige, welche auch auf dem Mars geboren wurde, verkraftet die Neuigkeit nicht wirklich gut und beschließt notfalls allein auf dem Mars zu bleiben. Davon überzeugt, dass dies nicht funktionieren wird, versucht Carl, Ellins älterer Bruder, sie von ihrem Plan abzubringen. Im Verlauf der Handlung erfahren wir nach und nach, dass der Vater von Ellin und Carl bei einer Expedition auf dem Mars ums Leben gekommen ist, was dann auch erklärt warum Ellin so eine starke Bindung an ihre Heimat, die Marsstation hat. Als Ellin schließlich auf der Marsbeobachtungsplattform auf einmal „Das Leuchten“ sieht, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen, und die vier Kinder begeben sich auf ein rasantes Abenteuer innerhalb der Marsstation und der Marsoberfläche. Doch die Zeit drängt, die Raumschiffe mit welchen die Siedler auf die Erde zurückkehren sollen sind bereits in der Marsumlaufbahn angekommen.

Meinung:

Tja, was soll ich sagen? Eines meiner persönlichen Lieblingsbücher. Die Romanreihe „Das Marsprojekt“ ist zwar als Jugendbuch konzipiert, ich finde es aber auch heute noch als „Erwachsener“ sehr lesenswert, kurzweilig und spannend. „Das Leuchten“, ursprünglich von Andreas als Einzelband konzipiert, wurde schließlich nach vierjähriger Pause, und einem unglaublich gemeinen Cliffhanger schließlich 2005 mit „Die blauen Türme“ grandios fortgesetzt und schließlich zur Pentalogie erweitert. Die detaillierten Schilderungen der Marsstation, der Marsoberfläche und einem möglichen Leben auf dem Mars runden die Geschichte ab.

Ich persönlich, hoffe ja immer noch auf eine weitere Fortsetzung, oder ein weiteres Se- oder Prequel, ausreichend potential hätte die Geschichte definitiv noch.

Autor:

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Eschbach wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten europäischen Science-Fiction-Autoren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Das Jesus Video“, „Eine Billionen Dollar“ und sein Debütroman „Die Haarteppichknüpfer“. Seit einigen Jahren schreibt er auch Bände für die SF-Reihe Perry Rhodan.

Buch:

Andreas Eschbach, Das Marsprojekt (1): Das ferne Leuchten

Arena Verlag, ISBN 978-3-401-05749-1, 304 Seiten, mit transparentem Schutzumschlag 

© Autorenprofil Bastei-Lübbe Verlag / © Autorenfoto Olivier Favre / © Cover Arena Verlag

Rezension: Bibbi Bokkens magische Bibliothek – Gaarder / Hagerup

Eigentlich hatte ich vor heute die Rezension zu Sofies Welt, auch von Jostein Gaarder, zu veröffentlichen. Aber mal ehrlich, das ist eins der Bücher, für welches ich eine perfekte Rezension haben möchte. Von daher kommt heute die Rezension zu „Bibbi Bokkens magische Bibliothek“ von Jostein Gaarder und Klaus Hagerup, erschienen im dtv Verlag.

Inhalt:

Nils Bøyum Torgerson und seine Cousine Berit Bøyum beschließen, nach gemeinsam verbrachten Schulferien, ein Briefbuch zu führen. Doch es kommt von Beginn an anders. Schon beim Kauf des Briefbuches geschehen merkwürdige Dinge; eine vollkommen fremde Frau beteiligt sich finanziell an dem Briefbuch. Die selbe unbekannte Frau taucht auf einmal in Berits Heimatstadt auf, und sie kommt Berit so merkwürdig vor, das sie beschließt, die Frau zu verfolgen. Schnell findet Berit heraus, das die Frau Bibbi Bokken heißt und sie kürzlich an das Ende ihrer Heimatstadt gezogen ist. Anwohner berichten von lauten Knallgeräuschen und Explosionen aus dem Haus von Bibi Bokken, eine Postangestellte weiß von vielen schweren Paketen aus der ganzen Welt, vorzugsweise aus Italien zu berichten. Warum wird Nils auf einmal von einem geheimnisvollen Mann, „Smiley“ getauft, verfolgt? Was hat ein merkwürdiger Brief von einer „Siri Campo dei fiori“ damit zu tun, der Berit zufällig in die Hand fällt? Und was hat ein gewisser Dewey, und die von ihm erfundene Dezimalklassifikation mit der ganzen Geschichte zu tun? Berit und Nils verstricken sich immer schneller und immer weiter in eine geheimnisvolle Welt voller Bücher, Literatur und Schriftstellern.

Meinung:

Ist es möglich das Menschen ein Buch schreiben, ohne dass sie es planen, geschweige denn davon wissen? Dieser Frage gehen Gaarder und Hagerup in „Bibbi Bokkens magische Bibliothek“ wie ich finde meisterhaft auf den Grund. Sehr plastische Beschreibung von Orten, Personen und Gegenständen, die einen tiefer in die Geschichte reinziehen. Konzipiert zwar als Kinder- und Jugendbuch, meiner Meinung nach aber auch als Erwachsener eine gelungene Lektüre.

Autor:

Jostein Gaarder, geboren 1952 in Oslo, studierte Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft und unterrichtete danach zehn Jahre lang als Lehrer Philosophie an Schulen und in der Erwachsenenbildung. Seine Romane, darunter sein bekanntestes Werk „Sofies Welt“ wurde mittlerweile in 54 Sprachen übersetzt und wurden zu Weltbestsellern. Gaarder lebt mit seiner Frau Siri, einer Theaterwissenschaftlerin, und seinen zwei Söhnen in Oslo.

Klaus Hagerup, geboren 1946 in Oslo, ist ein norwegischer Schriftsteller, Lyriker, Schauspieler und Regisseur.

Buch:

Bibbi Bokkens magische Bibliothek
Jostein Gaarder, Klaus Hagerup
ISBN 978-3-423-62148-9
dtv Verlag

© Bilder by dtv Verlag / Niklas Lello

Rezension: Dark Matter. Der Zeitenläufer – Blake Crouch

Dark Matters, der Zeitenläufer von Blake Crouch, erschienen im Goldmann Verlag, ist mir im Hugendubel ins Auge gesprungen. Ein absoluter Spontankauf. Heute stelle ich euch das Buch vor.

Inhalt:

Jason Dessen, College-Professor, verheiratet, lebt mit Frau und einem Sohn ein glückliches ruhiges Leben, bis ein Barbesuch alles verändert. Ein Unbekannter zwingt ihn mit vorgehaltener Waffe, erst in ein Lagerhaus zu fahren und sich zu entkleiden um ihm anschließend eine Substanz zu injizieren. Als Jason aus der folgenden Bewusstlosigkeit erwacht, begrüßt ihn ein Fremder mit den Worten: „Willkommen zurück, alter Freund.“ Jason, vollkommen desorientiert versteht gar nicht, wie ihm geschieh, wo er ist und wer der Fremde ist. Es gelingt ihm, aus der unbekannten Einrichtung zu entkommen, und er macht sich auf den Weg nach Hause. Bloß das es nicht mehr sein Zuhause ist. Sicher, sein Schlüssel sperrt, sein Name steht an der Wohnung und die Telefonnummer ist die gleiche, sonst ist aber alles anders. Die Wohnung wirkt, als ob er nie verheiratet war, und sein Sohn scheint auch nicht zu existieren. Jason flüchtet aus der Wohnung und begibt sich in ein Krankenhaus, um sich untersuchen zu lassen. Nachdem man in der Klinik keinerlei Erklärung für sein Verhalten oder eine mögliche Erkrankung findet, beschließen die Ärzte, ihn in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Da Jason dies verhindern will, flüchtet er aus dem Krankenhaus, und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. In der Welt in welcher er erwacht ist, ist er der gefeierte Atomphysiker, gegen dieses Leben hatte er sich eigentlich zugunsten seiner Familie entschieden, seine Frau Daniela ist mit seinem ehemaligen Zimmerkameraden zusammen, kurz um, es entspricht nicht vieles der Realität, welche Jason gewohnt war. Jason entschließt sich, Daniela aufzusuchen, in der Hoffnung das sie ihm weiter helfen kann.

Meinung:

Anders als erwartet! Aufgrund des Covers und des Klappentextes, bin ich von einem klassischem Science Fiction Romanes ausgegangen, was Dark Matters meiner Meinung nach nicht ist. Dark Matters ist mehr eine rasante Geschichte über Raum-Zeit, Quantentheorien und parallele Welten, die aber im wissenschaftlichen Teil nicht extrem in die Tiefe geht. Dem Titel „Dark Matters“ zu deutsch dunkle Materie, wird der Roman nicht gerecht, diese spielt schlicht keine Rolle. Dafür aber aktuelle Themen wie Schrödingers Katze und Paralleldimensionen. Im großen und ganzen aber eine interessante Abwechslung, die sich extrem flott liest und nicht an Spannung vermissen lässt. Erinnert etwas an eine Achterbahnfahrt.

Autor:

Blake Crouch, geboren 1978 in Norh Carolina US, studierte englische Literatur und kreatives schreiben. Blake ist verheiratet, arbeitet in einer Patentrechtefirma und schreibt nebenher.

Buch:

Dark Matter: Der Zeitenläufer von Blake Crouch
erschienen März 2017 im Goldmann Verlag,
416 Seiten, Paperback ISBN: 978-3-442-20512-7

© Bilder by Goldmann Verlag